Ethik des Führens
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Ethik des Führens

Ethik des Führens
Guter Mensch - schlechter Manager?

Erschienen 1994, Langen-Müller-Verlag

350 Seiten
ISBN 3-7844-7328-8
EUR 34,90
Beim Verlag vergriffen, jedoch beim Autor oder über Online-Antiquariate noch greifbar.

In diesem Buch wird ein Führungspersönlichkeitsprofil als inhuman entmystifiziert, das fokussiert ist nur auf Zahlen, Gewinn, Erfolg und Macht und das einer Rivalitätskultur huldigt, die jegliche Arbeitsfreude und Motivation tötet und in welcher der kompromisslose Beiß-Instinkt des 'Fighting Spirit' nur Sieger und Besiegte kennt und oftmals psychische Scherbenhaufen hinterlässt.

Als Autor verstehe ich Führen stets als Menschenführung im Sinne eines bewussten kommunikativen Handelns und eines zielgerichteten Einflussnehmens auf andere.
Dies verantwortet tun zu können, setzt voraus, sich selber zu führen gelernt zu haben, was heißt: eine reife Persönlichkeitsstruktur entwickelt zu haben.

Echte Führungsfähigkeit verweist zwingend auf ein sittliches Persönlichkeitsprofil, und dies ist "erhältlich" nur um den Preis einer intensiv-permanenten Persönlichkeitsbildung! Ethikfähigkeit muss als Voraussetzung für Führungsfähigkeit angesetzt werden dürfen, und diese darf nicht ausschließlich auf Maximierung von Macht, Ämtern, Funktionen und rücksichtslosen Erfolgsstrategien fixiert sein.

Not tut eine Rückbesinnung auf ein Wertgefüge, das die Menschenwürde achtet und damit den Mitmenschen nicht instrumentalisiert, ihn also nicht zum reinen Mittel degradiert.

Eine lebbare Ethik, die stets ein personales Handeln-Sollen einfordert, wird auch als Ethik des Führens bzw. als verantwortetes soziales Handeln nicht im Rigorismus ersticken dürfen, sondern muss eine Kompromiss-Ethik sein, die den Menschen dort abholt, wo er in seiner Brüchigkeit (und Konflikthaftigkeit) steht - sie wird ihm aber in jedem Falle seine Freiheit und Würde belassen als unhintergehbare Fluchtpunkte seiner Wertigkeit.

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